Was ist AGILITY überhaupt?

AGILITY (engl. für Behendigkeit, Gewandheit) ist eine Hundesportart, bei dem der Hund möglichst schnell und geschickt einen Hindernisparcours durchläuft. (siehe Bild oben)

Für wen ist AGILITY überhaupt geeignet?

AGILITY ist für jedermann und "jederhund" geeignet! Alter, Rasse und Größe ist völlig gleichgültig (sowohl beim Hund, als auch beim Menschen). Voraussetzung ist jedoch, zumindest für den Hund, dass der Gesundheitszustand in Ordnung ist. Der verantwortungsbewusste Hundebesitzer sollte unbedingt seinen Hund zuvor auf Gelenkerkrankungen, Wirbelsäulenschäden oder eventuelle Herzerkrankungen untersuchen lassen.

Wenn in dieser Hinsicht mit Ihrem Hund jedoch alles in Ordnung ist und Ihr Hund nicht gerade zu der Sorte gehört, die ihren Tag lieber auf dem Sofa verbringen möchte, als auch nur einmal spazieren zu gehen, spricht nichts dagegen mit dem AGILITY-Training zu beginnen. Am besten gleich morgen...

 

 

Die AGILITY - Geräte

 

Die verschiedenen Hürden:

 

 

Die einfache Hürde:                                

                                                                      

 

          
Die einfache Hürde ist ein leichtes und das meist verwendete Hindernis im Agilityparcours. Die Hunde sollen über die Hürde springen. Es ist nicht gestattet neben oder drunter durch zulaufen. Beim Training der Hürde sollte man darauf achten, dass Welpen und Junghunde (die also noch nicht voll ausgewachsen sind) nicht über die Hürde springen. Man sollte die Stange erst auf den Boden legen und die Welpen bzw Junghunde drüberlaufen lassen. Denn beim Sprung über die Hürde werden die Gelenke am meisten beansprucht und wenn die Hunde noch nicht voll ausgewachsen sind und die Gelenke noch nicht voll entwickelt sind kann das evtl. schwere Schäden hinterlassen. Daher bitte bei noch nicht ausgewachsenen Hunden darauf achten, dass sie nicht über die Hürde springen.

                                        

                                                                                                                                                                                       

                                                               

 

Die Besenhürde:

 

 

Die Besenhürde ist eine Vollflächenhürde. Sie ist eigentlich genauso einfach zu erlernen wie die einfache Hürde. Der Hund muss über die Hürde springen und darf nicht nebenherlaufen. Wie schon bei der einfachen Hürde beschrieben, sollten auch bei dieser Hürden keine Welpen oder Junghunde diese Hürde überspringen. 

 

 

 

Das Viadukt:

 

 

Das Viadukt ist auch ein Sprunghindernis mit ausgefüllter Fläche, die ein oder zwei Öffnungen in Form eines Tunnels enthält. Auf dem oberen Teil der Mauer werden abnehmbare Elemente in Form eines Bogens gesetzt. Diese darf der Hund beim Überspringen nicht runterwerfen.  

 

Der Weitsprung:

 

Der Weitsprung besteht aus 2 bis 5 Elementen, die in aufsteigender Folge im gleichem Abstand aufgebaut sind. Der Hund muss den Weitsprung innerhalb der Begrenzungsstangen überspringen. Das Umwerfen eines Elementes ist ein Fehler.                                       

 

Die Kontaktzonengeräte:

 

 

Der Laufsteg:

 

Der Laufsteg besteht aus 3 Elementen, 2 Rampen und dem Mittelteil. Der Laufsteg ist ein Kontaktzonenhindernis. Der Hund muss mindestens mit einer Pfote die rote Kontaktzone berühren und dann über den Laufsteg laufen. Wenn er die rote Kontaktzone nicht berührt wird es als Fehler bewertet.An dieses Gerät muss man den Hund sehr vorsichtig heranführen und den Laufsteg erstmal lang auf den Boder legen und später kann man ihn immer höher stellen. Am besten übt man das erst mit dem Hund an der Leine, damit er nicht herunterfällt.   

 

 

Die Schrägwand:

 

 

Die Schrägwand besteht aus 2 Elementen in einem Winkel von 90 Grad. Die Schrägwand ist mit Querleisten versehen, damit der Hund nicht abrutscht. Die beiden Enden sind andersfarbig markiert und sind die Kontaktzonen, die der Hund mit mind. einer Pfote berühren muss. Beim ersten Training auf der Schrägwand sollte man die Wand nicht gleich im Winkel von 90 Grad aufstellen, weil das für den Hund beim ersten mal zu schwer ist. Nach und nach kann man die Schrägwand erhöhen bis zum Winkel von 90 Grad. Wichtig bei diesem Gerät ist auch, dass man darauf achtet, das der Hund die beiden Kontakzonen berührt. Am besten stoppt man den Hund erstmal vor den Kontaktzonen mit einem Halt oder Stop oder einem anderen Kommando und lässt ihn dann langsam drüberlaufen, sodass er nicht einfach von der Schrägwand springt. Ein Fehler wäre es wenn der Hund eine der beiden Kontaktzonen nicht berührt.

 

 

 

Die Wippe:

 

 

Die Wippe ist auch ein Kontaktzonenhindernis, welches an beiden Enden anders farblich markiert ist als der Rest der Wippe. Diese beiden Kontaktzonen müssen wie bei den anderen Kontaktzonenhindernissen natürlich auch mit mindestens einer Pfote berührt werden. Die Wippe ist u.a. eins der schwierigsten Hindernisse im Agilityparcours. Die Wippe muss standfest und rutschsicher sein! Beim ersten Training sollte man den Hund vielleicht an der Leine über die Wippe führen, damit er nicht direkt darüber läuft und noch herunterfällt. Auch hier muss man genau darauf achten, dass der Hund die beiden Kontaktzonen berührt. Beim weiteren Training kann man dann auch die Leine abmachen und ohne Leine weitertrainieren. Aber bitte beim Training auf den Hund achten, dass er nicht über die Wippe rennt und noch runterfliegt und ihm was passiert.

 

 

 

Die restlichen Geräte:

 

 

Der Tunnel: 

 

 

 

Der Tunnel hat einen Durchmesser von ca. 60 cm. Die Länge des Tunnels beträgt etwa 3 - 6 m. Er sollte am Boden fest fixiert sein, so dass er nicht hin und her rollen kann. Der Tunnel muss in einer Richtung durchlaufen werden. Wählt der Hund den falschen Eingang führt es gleich zur Disqualifikation. Der Hund darf auch nicht in den Tunnel laufen und denselben Eingang wieder herauskommen. Der Hundeführer sollte bei einem Agility-Turnier besonders auf seinen Hund achten, wenn er dem Tunnel zu nahe kommt. Denn auf viele Hunde hat der Tunnel eine große Anziehungskraft und sie laufen einfach dadurch obwohl der Tunnel noch nicht drankommt. Ansonsten ist es aber ein sehr leichtes Gerät im Agilityparcours, welches man schon dem Welpen beibringen kann, denn er muss ja einfach nur durchlaufen.  

 

 

Der Sacktunnel:

 

 

 

Der Sacktunnel ist zweiteilig. Er besteht aus einem festen Teil, dem Eingang, und dem daran befestigten flexiblen Stoffteil. Der Eingang ist umgekehrt U-förmig aus festem Material und ca. 90 cm lang. Daran schließt der Sackteil dann an. Beim Traning sollte man darauf achten, dass der Hund sich in dem Sackteil nicht verhedder. Deshalb muss nach jedem Durchlaufen eines Hundes der flexible Sackteil wieder gerade gelegt werden. Es ist darauf zu achten, dass er nicht verdreht ist. Der Sacktunnel ist wie der feste Tunnel auch ein einfaches Hindernis. Der einzige Unterschied zum festen Tunnel besteht darin, dass der Hund beim Sack bzw auch Stofftunnel genannt, den Hundeführer am Ende des Tunnels noch nicht sieht. Er sollte schon als Welpe an diesen Tunnel herangeführt werden, am besten immer ohne Leine damit er sich mit der Leine nicht verheddern kann.

 

 

 

Der Slalom:

 

 

 

Der Slalom besteht aus 8, 10 oder 12 Stangen, die etwa 3 bis 5 cm dick sind. Der Abstand der Stangen beträgt etwa 50 bis 65 cm. Die Länge der Stangen beträgt etwa 1,0 bis 1,20 m. Dieses Hindernis ist mit eines der schwierigsten im Agilityparcours. Die einfachste, schnellste und effektivste Methode zum Anlernen ist der Gassenslalom. Dabei werden die Stangen im Abstand von 10 cm in den Boden gesteckt, immer gegenüber einer Stange noch eine Stange. Dadurch entsteht dann eine 20 cm breite Gasse, durch die der Hund gerade so durchkommt.Am Anfang wird der Hund angeleint durch die Gasse geführt abwechselnd links und rechts geführt. Nach ein paar Übungsstunden wird der Hund den Slalom sicher beherrschen, dann kann man das ganze ohne Leine trainieren und neben dem Hund herlaufen. Je nach Lernvermögen des Hundes kann man mit der Zeit die Stangen etwas näher setzen so dass die Gasse nur noch 10 cm breit ist. Dann sieht man schon, wie der Hund durch die Gasse schlängelt. Klappt das nach einiger Zeit einwandfrei, kann man die Stangen näher zusammenstellen wie sie bei einem Turnier angeordnet werden müssen. So beherrscht der Hund am Ende des Trainings den Slalom perfekt und man muss nur noch darauf achten, dass er keine Stange auslässt oder den falschen Eingang wählt, dass führt nämlich zu einem Fehler.
 
 

 

 

Der Reifen:

 

 

 

Der Reifen ist auch ein Hindernis welches eine längere Trainigsphase benötigt. Der Durchmesser des Reifens beträgt ca. 38 - 60 cm. Die Länge dieses Gerätes beträgt etwa 80 cm. Der Abstand vom Boden bis zum Mittelpunkt des Reifens beträgt etwa 55 cm. Der Reifen sollte aus Sicherheitsgründen im unteren Teil verschlossen sein. Der Reifen ist durch Ketten oder ähnliche Vorrichtungen höhenverstellbar aufzuhängen, feste Aufhängungen sind nicht erlaubt. Der Reifen muss vom Hund mittig durchsprungen werden. Ein Springen nebem dem Reifen innerhalb des Rahmens ist nicht erlaubt und führt zu einer Verweigerung. Auslassen oder zum falschen Zeitpunkt durchspringen führt zu einer Disqualifikation. Dieses Hindernis sollte man ohne Leine trainieren, weil der Hund sich sonst mit der Leine verheddern könnte. Als Kommando benutzt man Hopp, Reifen oder Spring.
 

 

 

 

 

Der Tisch:

 

 

 

Der Tisch ist ein Hindernis, den man eigentlich kaum noch bei einem Turnier oder einem Training auf einem Hundeplatz vorfindet. Trotzdem gehört er zu den Agility-Geräten dazu. Der Tisch muss sicher und standfest sein mit einer rutschfesten Oberfläche.Die Höhe des Tisches ist unterschiedlich und beträgt zwischen 35 (small) bis 60 cm (large). Der Hund muss nach dem Kommando des Hundeführers auf den Tisch springen und dort für 5 Sekunden verweilen (in stehender, sitzender oder liegender Position je nach Wunsch des Richters). Ein zu frühes Abspringen oder das falsche Kommando, z.B. Steh statt Sitz führt zu einem Fehler und der Tisch muss nochmal wiederholt werden.

 

 

 

 

Die Größenklassen

Um die Belastungen der Hunde zu verringern wird in 3 Größenklassen gestartet.

 

Small (S) : Schulterhöhe/Widerrist kleiner als 35 cm

 

Medium (M):             "          35 bis 42,99 cm

 

Large (L) :             "          ab 43 cm 

 

Die Leistungsklassen

Es gibt 3 Leistungsklassen beim Agility, diese werden mit A1 bis A3 bezeichnet. Daneben gibt es noch die Klasse A0 und Senioren.

 

A0: freiwillig

 

A1: die unterste Leistungsklasse, Mindestalter 18 Monate

 

A2: die mittlere Leistungsklasse 

 

A3: die höchste Leistungsklasse

 

Senioren

 

Die Leistungsklasse A0 ist für Anfänger gedacht. Schon mit 18 Monaten kann ein Hund in dieser Klasse starten. Die Hindernisse sind dabei extra niedrig gestellt. Es bedarf keiner besonderen Leistung um in die Klasse A1 aufzusteigen.

 

Um von A1 nach A2 und später nach A3 aufzusteigen benötigt es entweder 3 Nullfehler Läufe und eine Platzierung unter den ersten 3 oder 5 fehlerfreie Läufe innerhalb der Klasse.

 

Um die Belastungen von älteren Hunden zu verringern und sie trotzdem an Turnieren teilnehmen zu lassen wurde die Seniorenklasse eingeführt. Ab 6 Jahren können Hunde in dieser Seniorenklasse starten, müssen aber nicht. In der Seniorenklasse fallen die Hindernisse Slalom und Reifen weg, die Hindernisse sind niedriger.

 

 

 

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